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Forschung - Projekt "Rhythmus"
THEMA: Der Rhythmus politischer Reform im späten Mittelalter
ZIEL: Wissenschaftliche Monographie
BEARBEITER: Prof. Dr. Martin Kaufhold
KURZBESCHREIBUNG: Das Buch ist eine vergleichende Studie zum institutionellen Wandel im späten Mittelalter. Am Beispiel der Formierung von Kurfürstenkollegium, englischem Parlament und königlichem Rat in England (über eine längere Strecke war dies ein eng verbundener Vorgang) und dem Kardinalskollegium geht die Studie der Frage nach, ob es bei der Ausbildung dieser zentralen Institutionen vergleichbare Entwicklungen gab.
Im Mittelpunkt steht der Prozeß institutioneller Formierung, in dem politische und organisatorische Positionen die allmähliche Transformation von einer situationsgebundenen Extremposition zu einem zentralen Moment des gemeinsamen Verfassungskonsenses erfuhren.
Exemplarisch für diesen Prozess stehen die Durchsetzung des Mehrheitsprinzips bei der deutschen Königswahl und die institutionelle Garantie der Mitwirkung an der politischen Meinungsbildung des englischen Königs. Die Untersuchung verfolgt die Voraussetzungen und den Wechsel von dynamischen Phasen und Stillstand auf dem Weg der Institutionalisierung.
Der Vergleich lässt die Faktoren hervortreten, die eine Durchsetzung institutionalisierter Prinzipien der politischen Meinungsbildung im späten Mittelalter beförderten, und er verleiht dem frühen 14. Jahrhunderts als entscheidender Modernisierunsphase in der europäischen Geschichte eine deutliche Kontur.
BEARBEITUNGSZUSTAND: Abgeschlossen
FINANZIERUNG: Im Rahmen der Planstelle als Ordinarius für Mittelalterliche Geschichte