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Hauptseminare
Hauptseminar: Gewalt im Mittelalter
Dozent: Prof. Dr. Martin Kaufhold

Module:
MaHW 02 Nr.1; MaHW 03-MG Nr.1; MaHW 04-MG Nr.1; MaHW 05 Nr.1; BacG 11 Nr.1; BacG 16 Nr.1; BacG 27 Nr.7; WBG 11; GsHsRsG 11-FW Nr.1; RsG 31- FWM Nr.1; GyG 11-FW Nr.1; GyG 31-FWM Nr.1;

Zeit: Do. 17.30 - 19.00 Uhr
Raum: 2128
Beginn: 26.04.2012

Anmeldung:
Onlineanmeldung über Digicampus:
o Alle Semester (außer Erstsemester):
Fr. 09.03.2012 ab 8.00 Uhr - Fr. 23.03.2012 Uhr bis 23.59 Uhr

Teilnahmevoraussetzungen:
Abgeschlossenes Basismodul 01 (drei Proseminare)
Die Bereitschaft und Fähigkeit, auch (kürzere) lateinische Quellen zu lesen und zu bearbeiten ist eine Voraussetzung, da nicht alle Texte übersetzt sind.

Inhalt:
Das Mittelalter war keine friedliche Zeit. Sowohl im sozialen wie auch im familiären Leben war die Gewalt nicht geächtet sondern vielfach präsent. Die königlich/fürstliche (also herrschaftliche) Ordnung verstand es als ihre Aufgabe, übertriebene Gewalt einzudämmen und die Schwachen zu schützen. Berechtigte Ansprüche konnten dagegen mit Gewalt durchgesetzt werden, wenn andere Wege nicht zum Erfolg führten. Das kriegerische Leitbild des Adels war ohne Waffengewalt nicht denkbar. Mit dem 13. Jahrhundert setzte eine zunehmende Verrechtlichung des (öffentlichen) Lebens ein, wobei man versuchte, die Gewalt durch rechtsförmliche Verfahren einzudämmen. Allerdings galt dies nur für die Menschen, die der jeweiligen Rechtsordnung angehörten. Die Präzisierung der sozialen und rechtlichen Zugehörigkeit schuf seit dem 14. Jahrhundert allmählich Bereiche, in denen die Gewalt unwahrscheinlicher wurde. Die diffuse, alltägliche Gewalt scheint zurückzutreten. Dagegen wird der Umgang mit dem (politischen/religiösen) Gegner unbarmherziger. Seit dem 14. Jahrhundert nimmt die Tötung politischer Gegenspieler gerade in den entwickelten Königreichen England und Frankreich zu. Die tödliche Gewalt wird zu einem Bestandteil der Herrschaftsordnung. Das Hauptseminar soll die verschiedenen Erscheinungsformen der mittelalterlichen Gewalt in den Blick nehmen und die Frage nach einer Veränderung des Gewaltverständnisses und des gewalttätigen Handelns verfolgen. Dabei sollen auch Ansätze der modernen Gewaltforschung berücksichtigt werden.

Leistungsnachweis:
Regelmäßige Teilnahme, Beteiligung am Seminar und eine schriftliche Hausarbeit.

Leistungspunkte: 8 LP

Einführende Lektüre:
o H.-G. Metz, Geschichte der Gewalt. Krieg-Revolution-Terror, Darmstadt 2010;
o R. Bartlett, Die Geburt Europas aus dem Geist der Gewalt. Eroberung, Kolonisierung und kultureller Wandel von 950 bis 1350, München 1996.

Hauptseminar: Protagonisten der Renaissance
Dozent: PD Dr. Thomas Krüger
Module:
MaHW 02 Nr.1; MaHW 03-MG Nr.1; MaHW 04-MG Nr.1; MaHW 05 Nr.1; BacG 11 Nr.1; BacG 16 Nr.1; BacG 27 Nr.7; WBG 11; GsHsRsG 11-FW Nr.1; RsG 31- FWM Nr.1; GyG 11-FW Nr.1; GyG 31-FWM Nr.1;

Zeit: Di. 14.00 - 15.30 Uhr
Raum: 2129
Beginn: 17.04.2012

Anmeldung:
Onlineanmeldung über Digicampus:
o Alle Semester (außer Erstsemester):
Fr. 09.03.2012 ab 8.00 Uhr - Fr. 23.03.2012 Uhr bis 23.59 Uhr

Teilnahmevoraussetzungen: abgeschlossenes Basismodul 01 (drei Proseminare)

Inhalt:
(in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistoriker Dr. Manuel Teget-Welz)

Am Beispiel ausgewählter italienischer (vor allem Florentiner) und deutscher (vor allem Nürnberger) Biographien des 15. Jahrhunderts soll der Begriff "Renaissance" hinsichtlich seiner Tragfähigkeit und Relevanz zur Charakterisierung der kulturgeschichtlichen Situation im ausgehenden Mittelalter hinterfragt werden.

Das Hauptseminar steht in Verbindung mit der gleichzeitigen Übung des Lehrbeauftragten Dr. Manuel Teget-Welz. Es können entweder Leistungspunkte zur Übung oder zum Hauptseminar, aber nicht gleichzeitig für beide Veranstaltungsformen erworben werden.

Leistungsnachweis:
Schriftliche Hausarbeit in Ausarbeitung und wissenschaftlicher Vertiefung einer im Seminar als Kurzreferat vorgestellten Biographie nach Absprache.

Leistungspunkte: 8 LP

Einführende Lektüre:
o Jacob Burckhardt, Die Kultur der Renaissance in Italien, hg. von Horst Günther, Frankfurt am Main 1989;
o Johan Huizinga, Herbst des Mittelalters, Stuttgart 1969;
o Jan A. Aertsen (Hg.), Herbst des Mittelalters? Fragen zur Bewertung des 14. und 15. Jahrhunderts (Miscellanea Mediaevalia 31), Berlin 2004